Allgemeine Verkaufsbedingungen


 

ALLGEMEINE VERKAUFSBEDINGUNGEN FÜR DEN INTERNETVERKAUF VON PIPA AN VERBRAUCHER

Diese allgemeinen Verkaufsbedingungen gelten zwischen folgenden Parteien:

PIPA TRADING BVBA (Im Folgenden „PIPA”), eine Gesellschaft nach belgischem Recht, mit satzungsmäßigem Sitz in Belgien, 9910 Knesselare, Eentveldstraat 18 (gleichzeitig: die „Unternehmensanschrift), bei der Zentralen Datenbank für Unternehmen (Kruispuntbank der ondernemingen) unter der Nummer 0885.597.924 registriert

Und:

dem Käufer, wie im Folgenden definiert.

Einleitung

PIPA ist ein Unternehmen, das weltweit als Verkäufer von Tauben bekannt ist und das eine Website (www.pipa.be) betreibt, auf der Onlineverkäufe von Tauben – über ein Bietsystem oder eine sog. Versteigerung – organisiert werden.

Ein Verbraucher, wie hier definiert, kann über das Online-Bietsystem von PIPA bieten, sofern er sich vor oder während der Versteigerung bei PIPA registriert hat und als Bieter von PIPA anerkannt wurde.

Die aktuellen Verkaufsbedingungen regeln die Onlineverkäufe von PIPA an den Käufer, wie im Folgenden definiert.

Definitionen

Die folgenden Begriffe in den aktuellen Verkaufsbedingungen haben folgende Bedeutung:

Verbraucher: Eine natürliche Person, die für Zwecke handelt, die weder mit seinen beruflichen noch mit seinen gewerblichen Tätigkeiten im Zusammenhang stehen

Taube: die Taube oder die Tauben laut Kaufangebot des Käufers (siehe Definition) auf der Website (siehe Definition)

Junge Taube: Taube oder Tauben, die zu Beginn der Laufzeit der Versteigerung maximal ein Jahr als ist/sind

Käufer: ein Verbraucher, der sich vor oder während der Versteigerung bei PIPA registriert hat und als Bieter von PIPA anerkannt wurde

Verkaufsbedingungen: die aktuellen Allgemeinen Verkaufsbedingungen

Website: www.pipa.be

Artikel 1 – Gegenstand

Die Verkaufsbedingungen wurden mit dem Ziel formuliert, die Bedingungen und Modalitäten für den Verkauf der Taube von PIPA an den Käufer festzulegen.
Die Verkaufsbedingungen gelten für jeden Internetverkauf von PIPA an einen Käufer.

Artikel 2 – Zustandekommen eines Kaufvertrages zwischen PIPA und dem Käufer

2.1. Angebot geht vom Käufer aus

Die Beschreibungen einer oder mehrerer Tauben und/oder die Fotos der Taube oder Tauben auf der Website sind nur Einladungen von PIPA zur Abgabe eines verbindlichen Kaufangebots. Sie stellen in keinem Fall ein verbindliches Verkaufsangebot von PIPA dar.

Der Käufer, der eine auf der Website beschriebene und/oder dargestellte Taube kaufen möchte, gibt vor Ablauf der auf der Website genannten Angebotsfrist auf der Website ein verbindliches Gebot unter Angabe des gebotenen Preises gegenüber PIPA ab (zum Ablauf: www.pipa.be). Das Angebot ist für den Käufer bindend.

Der Käufer ist darüber informiert, dass PIPA nicht zur Annahme des Angebots verpflichtet ist, auch dann nicht, wenn das Gebot das höchste Gebot ist, das PIPA während der Laufzeit der Versteigerung erhalten hat,

PIPA behält sich in jedem Fall das Recht vor, nach Erhalt des Gebots vom Käufer zusätzliche Informationen vom Käufer zu verlangen.

2.2. Zustandekommen des Kaufvertrages

Der Kaufvertrag zwischen PIPA und dem Käufer kommt in dem Moment zustande, in dem PIPA das Angebot des Käufers zum Kauf der Taube annimmt. PIPA wird innerhalb von

48 Stunden nach Annahme des zuvor genannten Angebots des Käufers diesem eine Bestätigungsmail schicken.

Artikel 3 – Lieferpflicht von PIPA

  •  Die Identität der Taube wird vorbehaltlich des Gegenbeweises durch den Käufer, von PIPA hinreichend mit dem Pedigree/Stammbaum und der Ringkarte nachgewiesen (außer in Ländern, in denen der Verband, wie der Königlich-Belgische Bund der Taubenliebhaber (Koninklijke Belgische Duivenliefhebbersbond VZW) oder vergleichbare ausländische Organisationen dies nicht verlangen. In diesem Fall gilt der Ring am Fuß der Taube als Nachweis ihrer Identität). PIPA sendet dem Käufer die zuvor genannten Dokumente, sofern nicht etwas anderes vereinbart wird, zum Zeitpunkt der Lieferung der Taube bzw. kurz nach der Lieferung dem Käufer per Post zu.
  • Da das verkaufte Gut ein lebendes Tier ist, erkennt der Käufer an, dass eine eventuelle Unfruchtbarkeit oder verminderte Fruchtbarkeit der Taube keinen Einfluss auf die Konformität des gelieferten Guts hat. Dies gilt ungeachtet der diesbezüglichen und im Folgenden konkretisierten Bemühungen von PIPA.
  • Da das verkaufte Gut ein lebendes Tier ist, erkennt der Käufer an, dass eine perfekte Gesundheit der Taube für die Erfüllung der Lieferpflicht von PIPA nicht erforderlich ist. Dies gilt ungeachtet der diesbezüglichen und im Folgenden konkretisierten Bemühungen von PIPA.

Artikel 4 – Sonstige Pflichten von PIPA

4.1. Gesundheit/Zustand

PIPA verpflichtet sich, ihre(n) Lieferanten/Taubenzüchtern die Verpflichtung aufzuerlegen, die Taube in einem guten Zustand zu liefern. Ein guter Zustand beinhaltet:

  • normale weiße Nasenöffnungen
  • ausreichend Muskelgewebe neben dem Brustbein
  • blassrosa Kehle ohne Schleim
  • ein glänzendes Federkleid
  • einen vitalen Eindruck.

PIPA verpflichtet sich darüber hinaus, bei ihre(n) Lieferanten/Taubenzüchtern einen Nachweis über die Impfung der Taube gegen Paramyxo anzufordern. Diese darf nicht älter sein als sechs Monate vom Ende der Versteigerung an gerechnet.

4.2. DNA-Zertifikat

4.2.1. Sofern der Verkauf eine Junge Taube betrifft:

Vorbehaltlich anderslautender Meldungen auf der Website in Bezug auf eine bestimmte Versteigerung verpflichtet sich PIPA, bei Jungtauben, wie weiter unten beschrieben, noch nicht an Flügen teilgenommen haben, dem Käufer spätestens bei der Lieferung der Jungtaube, wie im Kaufvertrag vereinbart, ein DNA-Zertifikat zukommen zu lassen.

Dieses DNA-Zertifikat weist mit hoher Sicherheit die genetische Verwandtschaft zwischen der Jungen Taube und seinen Eltern oder einem Elternteil (sofern nur ein Elternteil relevant oder vorhanden ist) nach. Eine Lieferung dieses DNA-Zertifikats ist nicht mehr möglich, sofern beide Eltern bzw. der relevante Elternteil verstorben oder nicht vorhanden sind.

Ausnahmen davon sind:

a) Jungtauben, die an Flügen teilgenommen haben, werden nicht standardmäßig mit DNA-Zertifikat angeboten.

b) Jungtauben, die nicht vom Züchter der Taube angeboten werden, werden nicht standardmäßig mit DNA-Zertifikat angeboten.

4.2.2. Sofern der Verkauf keine Junge Taube betrifft:

Der Käufer kann, sofern es eine Taube mit einem Kaufpreis von mehr als 25.000 EUR betrifft, innerhalb von 24 Stunden nach Ende der Versteigerungslaufzeit eine ausdrückliche und schriftliche Anfrage an PIPA (per Mail: auctions@pipa.be) bzgl. der Lieferung eines DNA-Zertifikats richten. Sofern notwendig wird PIPA den Taubenzüchter/Lieferanten beauftragen, so schnell wie möglich Nachwuchs zu züchten, um ein DNA-Zertifikat erstellen zu können.

Dieses DNA-Zertifikat weist mit einem hohen Grad an Sicherheit die genetische Verwandtschaft zwischen der einzelnen Taube (dem Gegenstand des Kaufvertrages) und dem nach Ablauf der Versteigerung gezüchteten Jungtier nach. Dieses DNA-Zertifikat beweist also, dass die betreffende Taube (Gegenstand des Kaufvertrages) fruchtbar ist. Der Käufer erklärt zur Kenntnis genommen zu haben, dass die Erstellung eines DNA-Zertifikats ungefähr 14 Wochen in Anspruch nimmt.

4.2.3. Sofern das in Artikel 4.2.3 genannte DNA-Zertifikat dem Käufer nicht innerhalb von 16 Tagen  nach seiner Anfrage an PIPA zugesandt wird, hat der Käufer das Recht, vom Kauf der betreffenden Taube, die Gegenstand des Kaufvertrags ist, zurückzutreten. Sofern erforderlich wird PIPA innerhalb von sieben Werktagen nach schriftlicher Mitteilung (per E-Mail: auctions@pipa.be) durch den Käufer über die Entscheidung, vom Kauf zurückzutreten, dem Käufer den Kaufpreis erstatten, sofern dieser bereits an PIPA gezahlt wurde. Die Parteien erklären, in diesem Fall zu keinerlei gegenseitiger Vergütung verpflichtet zu sein.

4.2.4 Beantragt der Käufer kein DNA-Zertifikat gemäß Artikel 4.2.3 innerhalb der genannten Frist von 24 Stunden, ist PIPA in keinem Fall zur Erstattung eines Schadens verpflichtet, der dem Käufer möglicherweise im Zusammenhang mit Informationen entstanden ist, die sich aus dem DNA-Zertifikat ergeben hätten, wäre es angefragt worden.

4.2.5 Der Käufer akzeptiert, dass die oben beschriebenen DNA-Zertifikate einen ausreichenden Beweis für die Abstammung und/oder Fruchtbarkeit der betreffenden Tauben darstellen.

Artikel 5 - Kaufpreis – Zahlungsmodalitäten – Erfüllungsort der Zahlung

5.1. Kaufpreis

  • Der vom Käufer in seinem verbindlichen Gebot für die Taube gebotene Kaufpreis, der von PIPA akzeptiert und bestätigt wurde, ist der vom Käufer an PIPA zu zahlende Kaufpreis für die Taube.
  • Alle Beträge werden in EURO ausgedrückt. Alle Zahlungen erfolgen in EURO, sofern nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart wird.
  • Der genannte Kaufpreis enthält NICHT:
    • andere Steuern oder Abgaben, die möglicherweise erhoben werden, wie z.B. Einfuhrsteuern
    • sonstige Kosten wie z.B. Bankkosten des Käufers
    • Transportkosten für den Transport der Taube vom Lieferort gemäß Artikel 7 an den vom Käufer gewünschten Ort. Der Käufer haftet selbst für diesen Transport. Auf ausdrücklichen Wunsch des Käufers kann PIPA diesen Transport (im Namen und) auf Rechnung des Käufers organisieren (helfen). PIPA behält sich das Recht vor, dem Käufer die dabei entstehenden Kosten in Rechnung zu stellen.

5.2. Zahlungsmodalitäten:

Nach Zustandekommen des Kaufvertrags zwischen PIPA und dem Käufer gemäß Artikel 2.2 sendet PIPA dem Käufer eine Rechnung zu. Der Käufer hat den dort genannten Gesamtbetrag, vorbehaltlich anderslautender Regelungen, innerhalb eines Zeitraums von sieben Kalendertagen nach Erhalt dieser Rechnung direkt an PIPA zu zahlen.

Wird der Rechnungsbetrag nicht oder nicht vollständig innerhalb des zuvor genannten Zeitraums bezahlt und erfolgt diese auch nicht innerhalb eine Frist von 10 Kalendertagen nach einer Mahnung von PIPA, stellt dies einen ernsthaften Mangel dar, der Anlass zur außergerichtlichen Auflösung des Vertrages aufgrund von Schlechtleistung seitens des Käufers gemäß Artikel 12 gibt.

5.3. Erfüllungsort der Zahlung

Der Erfüllungsort der Zahlung ist immer der satzungsmäßige Sitz von PIPA, wie oben angegeben.

Artikel 6 – Eigentumsübergang, Eigentumsvorbehalt und Risikoübergang

PIPA bleibt bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises Eigentümerin der Taube.

Das Risiko für die betreffende Taube geht zum Zeitpunkt der Lieferung, wie nachfolgend geregelt, auf den Käufer über.

Artikel 7 - Lieferung

7.1. Ort der Lieferung für die Taube ist je nach den vorliegenden Gegebenheiten (i) der Wohnort oder Sitz des Taubenzüchters/Lieferanten, bei dem PIPA die Taube gekauft hat, (ii) der Unternehmenssitz von PIPA, wie oben angegeben, (iii) oder – sofern erforderlich – beim ersten Spediteur mit Sitz in Belgien. Der gewünschte Lieferort wird spätestens mit dem Angebot gemäß Artikel 2.1 PIPA vom Käufer mitgeteilt.

(i) Ist der Wohnsitz oder der Sitz des Taubenzüchters/Lieferanten der Lieferort, gilt die gekaufte Taube oder, sofern erforderlich eine andere Taube, die Gegenstand des Kaufvertrags ist, als von PIPA geliefert, sobald eine Mitteilung über die Lieferung der Taube oder der anderen Taube am Wohnsitz oder Sitz des Taubenzüchters/Lieferanten erfolgt ist.

(ii) Ist die Unternehmensanschrift von PIPA der Lieferort, gilt die gekaufte Taube oder, sofern erforderlich eine andere Taube, die Gegenstand des Kaufvertrags ist, als von PIPA geliefert, sobald eine Mitteilung über die Lieferung der gekauften Taube oder der anderen Taube an der oben genannten Unternehmensanschrift von PIPA erfolgt ist.

(iii) Ist der Sitz des ersten Spediteurs in Belgien der Lieferort, gilt die gekaufte Taube oder, sofern erforderlich eine andere Taube, die Gegenstand des Kaufvertrags ist, als von PIPA geliefert, sobald sie dem ersten Spediteur mit Sitz in Belgien übergeben wurde.

7.2. PIPA verpflichtet sich, die Taube gemäß den vorherigen Bestimmungen spätestens sechs Monate nach Ende der Versteigerung zu liefern, unbeschadet der Bestimmungen in Artikel 7.4. Hat der Käufer als Lieferort den Sitz des ersten Spediteurs in Belgien gewählt, kann aber die Taube aufgrund von Umständen, die PIPA nicht zu vertreten hat (z.B. aufgrund eines Exportverbots), nicht innerhalb der Lieferfrist an den ersten Spediteur geliefert werden, so ist der Lieferort der Wohnsitz oder Sitz des Taubenzüchters/Lieferanten.

7.3. PIPA garantiert als Verkäufer nicht für den Transport der Taube vom Lieferort bis zur vom Käufer letztendlich gewünschten Adresse. PIPA haftet daher in keinem Fall für den Weitertransport vom oben genannten Lieferort. Dies gilt auch für den Fall, dass PIPA an der Organisation des Transports beteiligt war und auch dann, wenn PIPA einen gesonderten Auftrag des Käufers dafür akzeptiert hat.

7.4. PIPA kann in keinem Fall zur Lieferung der Taube vor Zahlung des Kaufpreises gemäß Artikel 5 verpflichtet werden.

Artikel 8 - Reklamationen

Jeder Leistungsmangel muss PIPA innerhalb von zwei Monaten nach dessen Entdeckung schriftlich per Einschreiben mitgeteilt werden. Ein nicht rechtzeitig mitgeteilter Mangel kann in keinem Fall zu einer Haftung von PIPA führen.

Artikel 9 – Massnahmen im Falle von krankheit oder tod

Sollte sich herausstellen, dass die Taube zum Zeitpunkt des Eintreffens beim Käufer krank ist, verpflichtet sich der Käufer ebenso dazu, dies PIPA (am Unternehmenssitz) unverzüglich und innerhalb von 24 Stunden mitzuteilen. Wird zum Zeitpunkt der Ankunft der Taube beim Käufer festgestellt, dass die Taube tot ist, hat der Käufer PIPA (am Unternehmenssitz) innerhalb von 24 Stunden nach dessen Feststellung mitzuteilen.

Die zuvor genannten Mitteilungen müssen an sales@pipa.be erfolgen. Im Falle des Todes müssen Fotos als Nachweis beigefügt werden. Die zuvor genannten Mitteilungen müssen unter anderem zulassen (sofern PIPA dies für notwendig erachtet), dass ein ausgebildeter Tierarzt die notwendigen Untersuchungen durchführt und entsprechende Erklärungen dazu abgibt.

Artikel 10 - Haftungsausschluss

Unbeschadet der gesetzlichen Gewährleistungspflichten haftet PIPA gegenüber dem Käufer nicht für Schäden, die dem Käufer aufgrund von leichten Fehlern von PIPA, ihrer Angestellten oder ihrer Erfüllungsgehilfen entstanden sind.

Artikel 11 – Höhere Gewalt und unvorhergesehene umstände

PIPA haftet nicht für vorübergehende oder endgültige höhere Gewalt und kann nicht zur Zahlung jeglichen Schadenersatzes an den Käufer verpflichtet werden. Unter höherer Gewalt wird jede Ursache verstanden, die außerhalb des Einflussbereichs von PIPA liegt, wie unter anderem (jedoch nicht abschließend): Streik, Ausbruch der Vogelgrippe oder anderer Krankheiten, Import- oder Exportverbote, …

Dauert der Zustand der höheren Gewalt länger als 30 Kalendertage an, ist PIPA zur Auflösung des Kaufvertrages berechtigt, ohne zur Zahlung einer Erstattung an den Käufer verpflichtet zu sein.

Artikel 12 – Ausdrückliche auflösende bedingung

PIPA hat das Recht, den Kaufvertrag einseitig zu Lasten des Käufers ohne vorherige Einschaltung eines Gerichts aufzulösen, sofern ein ernsthafter Verstoß des Käufers gegen eine oder mehrere seiner vertraglichen Pflichten vorliegt und die entsprechende Mahnung innerhalb von 10 Kalendertagen ohne Erfolg geblieben ist (wurde mehr als eine Mahnung verschickt, gilt als Beginn dieser Frist das Datum der ersten Mahnung). PIPA behält sich das Recht vor, gegebenenfalls zusätzlich Schadenersatz vom Käufer zu fordern.

Die ausbleibende Bezahlung des vollständigen Kaufpreises gemäß Artikel 5 innerhalb der dort genannten Frist wird in jedem Fall als ausreichend schwerer Leistungsmangel des Käufers angesehen, der eine einseitige, außergerichtliche Auflösung des Kaufvertrages durch PIPA rechtfertigt.

Artikel 13 - Nachweis

Die Vertragsparteien akzeptieren elektronische Nachweise (u.a. durch E-Mails, …)

Artikel14 - Trennbarkeit

Eine vertragliche Bestimmung der Verkaufsbedingungen, die rechtlich ganz oder teilweise für nichtig erklärt wird oder anderweitig nicht durchsetzbar ist (z.B. da sie auf Grund eines Gesetzes nicht zulässig ist), wird von Rechts wegen nicht mehr als Bestandteil der Verkaufsbedingungen betrachtet, ohne dass dies die Gültigkeit oder Durchsetzbarkeit der übrigen Bestimmungen berührt.

Artikel 15 – Schutz der Privatsphäre

PIPA wird im Zusammenhäng mit der Geschäftsbeziehung mit dem Käufer personenbezogene Daten des Käufers erheben. Dies betrifft den Namen, die Adresse,

E-Mailadresse, Telefonnummer und Kaufgewohnheiten (im Folgenden „personenbezogene Daten“). Der Käufer erteilt PIPA hiermit seine Zustimmung, die personenbezogenen Daten zu verarbeiten und Dritten gemäß der Bestimmungen dieses Artikels weiterzugeben.

PIPA wird die personenbezogenen Daten in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Gesetzes über den Schutz der Privatsphäre (Wet tot bescherming van de persoonlijke levenssfeer) vom 8. Dezember 1992 bezogen auf die Verarbeitung von personenbezogenen Daten verarbeiten.

PIPA (mit oben genannter Unternehmensanschrift) ist die verantwortliche Stelle für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten und wird diese für folgende Zwecke verarbeiten: Kundenverwaltung und Direktmarketing, sowohl mit elektronischer Post als über den üblichen Postweg (dazu gehören der Versand von Newslettern und die Einladung zu Veranstaltungen bezogen auf den Taubensport).

PIPA wird die personenbezogenen Daten nur an Veranstalter von Veranstaltungen für den Taubensport (mit denen PIPA eine Vertragsbeziehung unterhält) für den Versand von Einladungen für diese Veranstaltungen weitergeben.

Der Käufer hat das Recht, seine Zustimmung zur weiteren Verarbeitung der personenbezogenen Daten für Zwecke des Direktmarketings kostenfrei zu verweigern. Dazu richtet er ein entsprechendes datiertes und unterzeichnetes Schreiben an PIPA (an oben genannte Anschrift oder an folgende E-Mailadresse: sales@pipa.be).

Der Käufer hat ebenfalls Recht auf Einsicht und Korrektur seiner personenbezogenen Daten. Dieses Recht kann ausgeübt werden, in der er ein entsprechendes datiertes und unterzeichnetes Schreiben an PIPA (an oben genannte Anschrift oder an folgende E-Mailadresse: sales@pipa.be) richtet.

Artikel 16 – Anzuwendendes Recht

Der Kaufvertrag zwischen PIPA und dem Käufer wird durch die Verkaufsbedingungen geregelt. Frühere Allgemeine Geschäftsbedingungen oder anderslautende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Käufers finden in keinem Fall Anwendung.

Für den Kaufvertrag zwischen PIPA und dem Käufer gelten nur die Verkaufsbedingungen in niederländischer Sprache. PIPA haftet nicht für eventuelle Übersetzungsfehler oder Abweichungen in übersetzten Allgemeinen Verkaufsbedingungen und/oder auf der Website.

Daneben gilt für den Kaufvertrag belgisches Recht.

Artikel 17 – Zuständiges Gericht

Alle Rechtsstreitigkeiten zwischen den Parteien, die sich auf die Gültigkeit, die Ausführung, die Interpretation und/oder die Beendigung des Kaufvertrages beziehen, wozu auch die Verkaufsbedingungen gerechnet werden, werden vor belgischen Gerichten verhandelt. Dies sind insbesondere die Amts- und Landgerichte in Gent, die exklusiv zuständig sind. PIPA kann davon ausdrücklich schriftlich abweichen.

 


 

ALLGEMEINE VERKAUFSBEDINGUNGEN FÜR DEN INTERNETVERKAUF VON PIPA AN VERBRAUCHER

Diese allgemeinen Verkaufsbedingungen gelten zwischen folgenden Parteien:

PIPA TRADING BVBA (Im Folgenden „PIPA”), eine Gesellschaft nach belgischem Recht, mit satzungsmäßigem Sitz in Belgien, 9910 Knesselare, Eentveldstraat 18 (gleichzeitig: die „Unternehmensanschrift), bei der Zentralen Datenbank für Unternehmen (Kruispuntbank der ondernemingen) unter der Nummer 0885.597.924 registriert

Und:

dem Käufer, wie im Folgenden definiert.

Einleitung

PIPA ist ein Unternehmen, das weltweit als Verkäufer von Tauben bekannt ist und das eine Website (www.pipa.be) betreibt, auf der Onlineverkäufe von Tauben – über ein Bietsystem oder eine sog. Versteigerung – organisiert werden.

Ein Verbraucher, wie hier definiert, kann über das Online-Bietsystem von PIPA bieten, sofern er sich vor oder während der Versteigerung bei PIPA registriert hat und als Bieter von PIPA anerkannt wurde.

Die aktuellen Verkaufsbedingungen regeln die Onlineverkäufe von PIPA an den Käufer, wie im Folgenden definiert.

Definitionen

Die folgenden Begriffe in den aktuellen Verkaufsbedingungen haben folgende Bedeutung:

Verbraucher: Eine natürliche Person, die für Zwecke handelt, die weder mit seinen beruflichen noch mit seinen gewerblichen Tätigkeiten im Zusammenhang stehen

Taube: die Taube oder die Tauben laut Kaufangebot des Käufers (siehe Definition) auf der Website (siehe Definition)

Junge Taube: Taube oder Tauben, die zu Beginn der Laufzeit der Versteigerung maximal ein Jahr als ist/sind

Käufer: ein Verbraucher, der sich vor oder während der Versteigerung bei PIPA registriert hat und als Bieter von PIPA anerkannt wurde

Verkaufsbedingungen: die aktuellen Allgemeinen Verkaufsbedingungen

Website: www.pipa.be

 

Artikel 1 – Gegenstand

Die Verkaufsbedingungen wurden mit dem Ziel formuliert, die Bedingungen und Modalitäten für den Verkauf der Taube von PIPA an den Käufer festzulegen.

Die Verkaufsbedingungen gelten für jeden Internetverkauf von PIPA an einen Käufer.

Artikel 2 – Zustandekommen eines Kaufvertrages zwischen PIPA und dem Käufer

2.1. Angebot geht vom Käufer aus

Die Beschreibungen einer oder mehrerer Tauben und/oder die Fotos der Taube oder Tauben auf der Website sind nur Einladungen von PIPA zur Abgabe eines verbindlichen Kaufangebots. Sie stellen in keinem Fall ein verbindliches Verkaufsangebot von PIPA dar.

Der Käufer, der eine auf der Website beschriebene und/oder dargestellte Taube kaufen möchte, gibt vor Ablauf der auf der Website genannten Angebotsfrist auf der Website ein verbindliches Gebot unter Angabe des gebotenen Preises gegenüber PIPA ab (zum Ablauf: www.pipa.be). Das Angebot ist für den Käufer bindend.

Der Käufer ist darüber informiert, dass PIPA nicht zur Annahme des Angebots verpflichtet ist, auch dann nicht, wenn das Gebot das höchste Gebot ist, das PIPA während der Laufzeit der Versteigerung erhalten hat,

PIPA behält sich in jedem Fall das Recht vor, nach Erhalt des Gebots vom Käufer zusätzliche Informationen vom Käufer zu verlangen.

2.2. Zustandekommen des Kaufvertrages

Der Kaufvertrag zwischen PIPA und dem Käufer kommt in dem Moment zustande, in dem PIPA das Angebot des Käufers zum Kauf der Taube annimmt. PIPA wird innerhalb von

48 Stunden nach Annahme des zuvor genannten Angebots des Käufers diesem eine Bestätigungsmail schicken.

Artikel 3 – Lieferpflicht von PIPA

  •  Die Identität der Taube wird vorbehaltlich des Gegenbeweises durch den Käufer, von PIPA hinreichend mit dem Pedigree/Stammbaum und der Ringkarte nachgewiesen (außer in Ländern, in denen der Verband, wie der Königlich-Belgische Bund der Taubenliebhaber (Koninklijke Belgische Duivenliefhebbersbond VZW) oder vergleichbare ausländische Organisationen dies nicht verlangen. In diesem Fall gilt der Ring am Fuß der Taube als Nachweis ihrer Identität). PIPA sendet dem Käufer die zuvor genannten Dokumente, sofern nicht etwas anderes vereinbart wird, zum Zeitpunkt der Lieferung der Taube bzw. kurz nach der Lieferung dem Käufer per Post zu.
  • Da das verkaufte Gut ein lebendes Tier ist, erkennt der Käufer an, dass eine eventuelle Unfruchtbarkeit oder verminderte Fruchtbarkeit der Taube keinen Einfluss auf die Konformität des gelieferten Guts hat. Dies gilt ungeachtet der diesbezüglichen und im Folgenden konkretisierten Bemühungen von PIPA.
  • Da das verkaufte Gut ein lebendes Tier ist, erkennt der Käufer an, dass eine perfekte Gesundheit der Taube für die Erfüllung der Lieferpflicht von PIPA nicht erforderlich ist. Dies gilt ungeachtet der diesbezüglichen und im Folgenden konkretisierten Bemühungen von PIPA.

Artikel 4 – Sonstige Pflichten von PIPA

4.1. Gesundheit/Zustand

PIPA verpflichtet sich, ihre(n) Lieferanten/Taubenzüchtern die Verpflichtung aufzuerlegen, die Taube in einem guten Zustand zu liefern. Ein guter Zustand beinhaltet:

  • normale weiße Nasenöffnungen
  • ausreichend Muskelgewebe neben dem Brustbein
  • blassrosa Kehle ohne Schleim
  • ein glänzendes Federkleid
  • einen vitalen Eindruck.

PIPA verpflichtet sich darüber hinaus, bei ihre(n) Lieferanten/Taubenzüchtern einen Nachweis über die Impfung der Taube gegen Paramyxo anzufordern. Diese darf nicht älter sein als sechs Monate vom Ende der Versteigerung an gerechnet.

4.2. DNA-Zertifikat

4.2.1. Sofern der Verkauf eine Junge Taube betrifft:

Vorbehaltlich anderslautender Meldungen auf der Website in Bezug auf eine bestimmte Versteigerung verpflichtet sich PIPA, bei Jungtauben, wie weiter unten beschrieben, noch nicht an Flügen teilgenommen haben, dem Käufer spätestens bei der Lieferung der Jungtaube, wie im Kaufvertrag vereinbart, ein DNA-Zertifikat zukommen zu lassen.

Dieses DNA-Zertifikat weist mit hoher Sicherheit die genetische Verwandtschaft zwischen der Jungen Taube und seinen Eltern oder einem Elternteil (sofern nur ein Elternteil relevant oder vorhanden ist) nach. Eine Lieferung dieses DNA-Zertifikats ist nicht mehr möglich, sofern beide Eltern bzw. der relevante Elternteil verstorben oder nicht vorhanden sind.

Ausnahmen davon sind:

a) Jungtauben, die an Flügen teilgenommen haben, werden nicht standardmäßig mit DNA-Zertifikat angeboten.

b) Jungtauben, die nicht vom Züchter der Taube angeboten werden, werden nicht standardmäßig mit DNA-Zertifikat angeboten.

4.2.2. Sofern der Verkauf keine Junge Taube betrifft:

Der Käufer kann, sofern es eine Taube mit einem Kaufpreis von mehr als 25.000 EUR betrifft, innerhalb von 24 Stunden nach Ende der Versteigerungslaufzeit eine ausdrückliche und schriftliche Anfrage an PIPA (per Mail: auctions@pipa.be) bzgl. der Lieferung eines DNA-Zertifikats richten. Sofern notwendig wird PIPA den Taubenzüchter/Lieferanten beauftragen, so schnell wie möglich Nachwuchs zu züchten, um ein DNA-Zertifikat erstellen zu können.

Dieses DNA-Zertifikat weist mit einem hohen Grad an Sicherheit die genetische Verwandtschaft zwischen der einzelnen Taube (dem Gegenstand des Kaufvertrages) und dem nach Ablauf der Versteigerung gezüchteten Jungtier nach. Dieses DNA-Zertifikat beweist also, dass die betreffende Taube (Gegenstand des Kaufvertrages) fruchtbar ist. Der Käufer erklärt zur Kenntnis genommen zu haben, dass die Erstellung eines DNA-Zertifikats ungefähr 14 Wochen in Anspruch nimmt.

4.2.3. Sofern das in Artikel 4.2.3 genannte DNA-Zertifikat dem Käufer nicht innerhalb von 16 Tagen  nach seiner Anfrage an PIPA zugesandt wird, hat der Käufer das Recht, vom Kauf der betreffenden Taube, die Gegenstand des Kaufvertrags ist, zurückzutreten. Sofern erforderlich wird PIPA innerhalb von sieben Werktagen nach schriftlicher Mitteilung (per E-Mail: auctions@pipa.be) durch den Käufer über die Entscheidung, vom Kauf zurückzutreten, dem Käufer den Kaufpreis erstatten, sofern dieser bereits an PIPA gezahlt wurde. Die Parteien erklären, in diesem Fall zu keinerlei gegenseitiger Vergütung verpflichtet zu sein.

4.2.4 Beantragt der Käufer kein DNA-Zertifikat gemäß Artikel 4.2.3 innerhalb der genannten Frist von 24 Stunden, ist PIPA in keinem Fall zur Erstattung eines Schadens verpflichtet, der dem Käufer möglicherweise im Zusammenhang mit Informationen entstanden ist, die sich aus dem DNA-Zertifikat ergeben hätten, wäre es angefragt worden.

4.2.5 Der Käufer akzeptiert, dass die oben beschriebenen DNA-Zertifikate einen ausreichenden Beweis für die Abstammung und/oder Fruchtbarkeit der betreffenden Tauben darstellen.

Artikel 5 - Kaufpreis – Zahlungsmodalitäten – Erfüllungsort der Zahlung

5.1. Kaufpreis

  • Der vom Käufer in seinem verbindlichen Gebot für die Taube gebotene Kaufpreis, der von PIPA akzeptiert und bestätigt wurde, ist der vom Käufer an PIPA zu zahlende Kaufpreis für die Taube.
  • Alle Beträge werden in EURO ausgedrückt. Alle Zahlungen erfolgen in EURO, sofern nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart wird.
  • Der genannte Kaufpreis enthält NICHT:
    • andere Steuern oder Abgaben, die möglicherweise erhoben werden, wie z.B. Einfuhrsteuern
    • sonstige Kosten wie z.B. Bankkosten des Käufers
    • Transportkosten für den Transport der Taube vom Lieferort gemäß Artikel 7 an den vom Käufer gewünschten Ort. Der Käufer haftet selbst für diesen Transport. Auf ausdrücklichen Wunsch des Käufers kann PIPA diesen Transport (im Namen und) auf Rechnung des Käufers organisieren (helfen). PIPA behält sich das Recht vor, dem Käufer die dabei entstehenden Kosten in Rechnung zu stellen.

5.2. Zahlungsmodalitäten:

Nach Zustandekommen des Kaufvertrags zwischen PIPA und dem Käufer gemäß Artikel 2.2 sendet PIPA dem Käufer eine Rechnung zu. Der Käufer hat den dort genannten Gesamtbetrag, vorbehaltlich anderslautender Regelungen, innerhalb eines Zeitraums von sieben Kalendertagen nach Erhalt dieser Rechnung direkt an PIPA zu zahlen.

Wird der Rechnungsbetrag nicht oder nicht vollständig innerhalb des zuvor genannten Zeitraums bezahlt und erfolgt diese auch nicht innerhalb eine Frist von 10 Kalendertagen nach einer Mahnung von PIPA, stellt dies einen ernsthaften Mangel dar, der Anlass zur außergerichtlichen Auflösung des Vertrages aufgrund von Schlechtleistung seitens des Käufers gemäß Artikel 12 gibt.

5.3. Erfüllungsort der Zahlung

Der Erfüllungsort der Zahlung ist immer der satzungsmäßige Sitz von PIPA, wie oben angegeben.

Artikel 6 – Eigentumsübergang, Eigentumsvorbehalt und Risikoübergang

PIPA bleibt bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises Eigentümerin der Taube.

Das Risiko für die betreffende Taube geht zum Zeitpunkt der Lieferung, wie nachfolgend geregelt, auf den Käufer über.

Artikel 7 - Lieferung

7.1. Ort der Lieferung für die Taube ist je nach den vorliegenden Gegebenheiten (i) der Wohnort oder Sitz des Taubenzüchters/Lieferanten, bei dem PIPA die Taube gekauft hat, (ii) der Unternehmenssitz von PIPA, wie oben angegeben, (iii) oder – sofern erforderlich – beim ersten Spediteur mit Sitz in Belgien. Der gewünschte Lieferort wird spätestens mit dem Angebot gemäß Artikel 2.1 PIPA vom Käufer mitgeteilt.

(i) Ist der Wohnsitz oder der Sitz des Taubenzüchters/Lieferanten der Lieferort, gilt die gekaufte Taube oder, sofern erforderlich eine andere Taube, die Gegenstand des Kaufvertrags ist, als von PIPA geliefert, sobald eine Mitteilung über die Lieferung der Taube oder der anderen Taube am Wohnsitz oder Sitz des Taubenzüchters/Lieferanten erfolgt ist.

(ii) Ist die Unternehmensanschrift von PIPA der Lieferort, gilt die gekaufte Taube oder, sofern erforderlich eine andere Taube, die Gegenstand des Kaufvertrags ist, als von PIPA geliefert, sobald eine Mitteilung über die Lieferung der gekauften Taube oder der anderen Taube an der oben genannten Unternehmensanschrift von PIPA erfolgt ist.

(iii) Ist der Sitz des ersten Spediteurs in Belgien der Lieferort, gilt die gekaufte Taube oder, sofern erforderlich eine andere Taube, die Gegenstand des Kaufvertrags ist, als von PIPA geliefert, sobald sie dem ersten Spediteur mit Sitz in Belgien übergeben wurde.

7.2. PIPA verpflichtet sich, die Taube gemäß den vorherigen Bestimmungen spätestens sechs Monate nach Ende der Versteigerung zu liefern, unbeschadet der Bestimmungen in Artikel 7.4. Hat der Käufer als Lieferort den Sitz des ersten Spediteurs in Belgien gewählt, kann aber die Taube aufgrund von Umständen, die PIPA nicht zu vertreten hat (z.B. aufgrund eines Exportverbots), nicht innerhalb der Lieferfrist an den ersten Spediteur geliefert werden, so ist der Lieferort der Wohnsitz oder Sitz des Taubenzüchters/Lieferanten.

7.3. PIPA garantiert als Verkäufer nicht für den Transport der Taube vom Lieferort bis zur vom Käufer letztendlich gewünschten Adresse. PIPA haftet daher in keinem Fall für den Weitertransport vom oben genannten Lieferort. Dies gilt auch für den Fall, dass PIPA an der Organisation des Transports beteiligt war und auch dann, wenn PIPA einen gesonderten Auftrag des Käufers dafür akzeptiert hat.

7.4. PIPA kann in keinem Fall zur Lieferung der Taube vor Zahlung des Kaufpreises gemäß Artikel 5 verpflichtet werden.

Artikel 8 - Reklamationen

Jeder Leistungsmangel muss PIPA innerhalb von zwei Monaten nach dessen Entdeckung schriftlich per Einschreiben mitgeteilt werden. Ein nicht rechtzeitig mitgeteilter Mangel kann in keinem Fall zu einer Haftung von PIPA führen.

Artikel 9 – Massnahmen im Falle von krankheit oder tod

Sollte sich herausstellen, dass die Taube zum Zeitpunkt des Eintreffens beim Käufer krank ist, verpflichtet sich der Käufer ebenso dazu, dies PIPA (am Unternehmenssitz) unverzüglich und innerhalb von 24 Stunden mitzuteilen. Wird zum Zeitpunkt der Ankunft der Taube beim Käufer festgestellt, dass die Taube tot ist, hat der Käufer PIPA (am Unternehmenssitz) innerhalb von 24 Stunden nach dessen Feststellung mitzuteilen.

Die zuvor genannten Mitteilungen müssen an sales@pipa.be erfolgen. Im Falle des Todes müssen Fotos als Nachweis beigefügt werden. Die zuvor genannten Mitteilungen müssen unter anderem zulassen (sofern PIPA dies für notwendig erachtet), dass ein ausgebildeter Tierarzt die notwendigen Untersuchungen durchführt und entsprechende Erklärungen dazu abgibt.

Artikel 10 - Haftungsausschluss

Unbeschadet der gesetzlichen Gewährleistungspflichten haftet PIPA gegenüber dem Käufer nicht für Schäden, die dem Käufer aufgrund von leichten Fehlern von PIPA, ihrer Angestellten oder ihrer Erfüllungsgehilfen entstanden sind.

Artikel 11 – Höhere Gewalt und unvorhergesehene umstände

PIPA haftet nicht für vorübergehende oder endgültige höhere Gewalt und kann nicht zur Zahlung jeglichen Schadenersatzes an den Käufer verpflichtet werden. Unter höherer Gewalt wird jede Ursache verstanden, die außerhalb des Einflussbereichs von PIPA liegt, wie unter anderem (jedoch nicht abschließend): Streik, Ausbruch der Vogelgrippe oder anderer Krankheiten, Import- oder Exportverbote, …

Dauert der Zustand der höheren Gewalt länger als 30 Kalendertage an, ist PIPA zur Auflösung des Kaufvertrages berechtigt, ohne zur Zahlung einer Erstattung an den Käufer verpflichtet zu sein.

Artikel 12 – Ausdrückliche auflösende bedingung

PIPA hat das Recht, den Kaufvertrag einseitig zu Lasten des Käufers ohne vorherige Einschaltung eines Gerichts aufzulösen, sofern ein ernsthafter Verstoß des Käufers gegen eine oder mehrere seiner vertraglichen Pflichten vorliegt und die entsprechende Mahnung innerhalb von 10 Kalendertagen ohne Erfolg geblieben ist (wurde mehr als eine Mahnung verschickt, gilt als Beginn dieser Frist das Datum der ersten Mahnung). PIPA behält sich das Recht vor, gegebenenfalls zusätzlich Schadenersatz vom Käufer zu fordern.

Die ausbleibende Bezahlung des vollständigen Kaufpreises gemäß Artikel 5 innerhalb der dort genannten Frist wird in jedem Fall als ausreichend schwerer Leistungsmangel des Käufers angesehen, der eine einseitige, außergerichtliche Auflösung des Kaufvertrages durch PIPA rechtfertigt.

Artikel 13 - Nachweis

Die Vertragsparteien akzeptieren elektronische Nachweise (u.a. durch E-Mails, …)

Artikel 14 - Trennbarkeit

Eine vertragliche Bestimmung der Verkaufsbedingungen, die rechtlich ganz oder teilweise für nichtig erklärt wird oder anderweitig nicht durchsetzbar ist (z.B. da sie auf Grund eines Gesetzes nicht zulässig ist), wird von Rechts wegen nicht mehr als Bestandteil der Verkaufsbedingungen betrachtet, ohne dass dies die Gültigkeit oder Durchsetzbarkeit der übrigen Bestimmungen berührt.

Artikel 15 – Schutz der Privatsphäre

PIPA wird im Zusammenhäng mit der Geschäftsbeziehung mit dem Käufer personenbezogene Daten des Käufers erheben. Dies betrifft den Namen, die Adresse,

E-Mailadresse, Telefonnummer und Kaufgewohnheiten (im Folgenden „personenbezogene Daten“). Der Käufer erteilt PIPA hiermit seine Zustimmung, die personenbezogenen Daten zu verarbeiten und Dritten gemäß der Bestimmungen dieses Artikels weiterzugeben.

PIPA wird die personenbezogenen Daten in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Gesetzes über den Schutz der Privatsphäre (Wet tot bescherming van de persoonlijke levenssfeer) vom 8. Dezember 1992 bezogen auf die Verarbeitung von personenbezogenen Daten verarbeiten.

PIPA (mit oben genannter Unternehmensanschrift) ist die verantwortliche Stelle für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten und wird diese für folgende Zwecke verarbeiten: Kundenverwaltung und Direktmarketing, sowohl mit elektronischer Post als über den üblichen Postweg (dazu gehören der Versand von Newslettern und die Einladung zu Veranstaltungen bezogen auf den Taubensport).

PIPA wird die personenbezogenen Daten nur an Veranstalter von Veranstaltungen für den Taubensport (mit denen PIPA eine Vertragsbeziehung unterhält) für den Versand von Einladungen für diese Veranstaltungen weitergeben.

Der Käufer hat das Recht, seine Zustimmung zur weiteren Verarbeitung der personenbezogenen Daten für Zwecke des Direktmarketings kostenfrei zu verweigern. Dazu richtet er ein entsprechendes datiertes und unterzeichnetes Schreiben an PIPA (an oben genannte Anschrift oder an folgende E-Mailadresse: sales@pipa.be).

Der Käufer hat ebenfalls Recht auf Einsicht und Korrektur seiner personenbezogenen Daten. Dieses Recht kann ausgeübt werden, in der er ein entsprechendes datiertes und unterzeichnetes Schreiben an PIPA (an oben genannte Anschrift oder an folgende E-Mailadresse: sales@pipa.be) richtet.

Artikel 16 – Anzuwendendes Recht

Der Kaufvertrag zwischen PIPA und dem Käufer wird durch die Verkaufsbedingungen geregelt. Frühere Allgemeine Geschäftsbedingungen oder anderslautende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Käufers finden in keinem Fall Anwendung.

Für den Kaufvertrag zwischen PIPA und dem Käufer gelten nur die Verkaufsbedingungen in niederländischer Sprache. PIPA haftet nicht für eventuelle Übersetzungsfehler oder Abweichungen in übersetzten Allgemeinen Verkaufsbedingungen und/oder auf der Website.

Daneben gilt für den Kaufvertrag belgisches Recht.

Artikel 17 – Zuständiges Gericht

Alle Rechtsstreitigkeiten zwischen den Parteien, die sich auf die Gültigkeit, die Ausführung, die Interpretation und/oder die Beendigung des Kaufvertrages beziehen, wozu auch die Verkaufsbedingungen gerechnet werden, werden vor belgischen Gerichten verhandelt. Dies sind insbesondere die Amts- und Landgerichte in Gent, die exklusiv zuständig sind. PIPA kann davon ausdrücklich schriftlich abweichen.